Die Ruhe nach dem Sturm

23.12.2017

Wir nahmen frühmorgens die Buquebus Fähre von Buenos Aires nach Colonia Del Sacramento (Uruguay) und fuhren mit dem Bus direkt weiter nach Montevideo. Da wir uns nach etwas Ruhe sehnten, buchten wir für eine Woche ein Hotel etwas ausserhalb der Stadt. Wir genossen die Annehmlichkeiten des Hotels und haben jeden Tag ausgiebig gefrühstückt, joggten am Meer entlang und nutzten den hoteleigenen Fitnessraum und Wellnessbereich. Und habt Ihr den Pool gesehen? Ein perfekter Ausgleich zu Buenos Aires!

 

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Aber es gab für uns noch einiges zu tun und wir vermissten es, uns Abends etwas leckeres zu kochen. Also landeten wir eine Woche später in einem AirBnB in der Innenstadt in Montevideo.

 

 

Montevideo ist eine angenehm ruhige Stadt. Wenn Du aus der kühlen Wohnung auf die Strasse trittst, schlägt Dir die Hitze entgegen. Gepaart mit der hohen Luftfeuchtigkeit raubt sie Dir jegliche Energie. An manchen Tagen wiederum trügt der Sonnenschein und Du bist froh um den Pullover, den Du mit Dir trägst. Der Mate Tee ist auch hier allgegenwärtig. Er wird nicht nur in der eigenen Thermoskanne unter dem Arm zum  Hotelfrühstück mitgenommen, sondern auch während des Lebensmitteleinkaufs getrunken. Du streifst durch die Stadt, an alten Gebäuden vorbei, an den Fassaden finden sich wie schon in Buenos Aires eindrucksvolle Graffiti, die Dich für einen Moment stehen bleiben lassen. Hin und wieder riecht man den Geruch von Marihuana. In Uruguay ist seit 2013 der Verkauf von Cannabis in Apotheken an registrierte Konsumenten (ausschliesslich Einwohner von Uruguay) legal. Der Anbau erfolgt unter staatlicher Kontrolle.

 

Uruguay ist in vielerlei Hinsichten fortschrittlich. Das Frauenwahlrecht gilt seit dem Jahr 1932, der Schulbesuch wie auch die weiterführenden Bildungseinrichtungen sind unentgeltlich und gleichgeschlechtliche Eheschliessungen sind seit 2013 möglich.

 

Da Louis Fernando im Hafen von Montevideo eintreffen wird, haben wir hier noch einige Formalitäten zu erledigen. Wir kontaktierten die verschiedenen Ämter und Agenten, um die noch notwendigen Papiere zu besorgen. Zusammen mit Sybille und Alex, welche ihr Fahrzeug ebenfalls mit der Grande Africa verschiffen, gingen wir von Termin zu Termin. Es lief alles reibungslos und nach einem Tag war bereits alles erledigt. Jetzt fehlt nur noch unser neues Zuhause. 

 

 

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