Inmitten des grössten Salzees der Erde

31.05.2018

 

Nach Uruguay, Argentinien und Chile treffen wir in Bolivien auf das Südamerika, wie man es sich vorstellt. Frauen in traditioneller Kleidung tragen Hut und lange Zöpfe, ihre Kinder haben sie mit bunten Tüchern auf den Rücken gebunden. Auf den Strassen riecht es nach Essen, überall wird gekocht und den ganzen Tag aus kleinen Schälchen gegessen. Die Märkte sind voll mit allem Erdenklichen und winzig kleine Geschäfte ersetzen die Supermärkte. Selbst beim tanken müssen wir handeln, um nicht den vollen Touristenpreis (der mehr als doppelt so hoch wie der Preis für die Bolivianer ist) zu bezahlen.

 

Wir stehen beim Eingang vom Salar de Uyuni und schauen auf das Wasser, das uns den Weg versperrt. Jeeps fahren an uns vorbei und preschen hemmungslos durch das Wasser. Das wollen wir unserem Louis nicht antun, schliesslich handelt es sich hier um Salzwasser. Wir beschliessen, die Nacht auf diesem Platz zu verbringen und bestaunen mit anderen Schaulustigen den farbenreichen Sonnenuntergang über dem Salzsee. Nach und nach verschwinden die Autos und bald haben wir den Platz für uns alleine. Die Nacht wird eisig kalt, so kalt, dass unsere Fenster frühmorgens mit Eiskristallen übersät sind (an der Innenseite wohlgemerkt). Wir sind schon bald 24 Stunden hier und haben zahlreiche Fahrzeuge an uns vorbeiziehen sehen. Eigentlich wollen wir aufbrechen, zurück nach Uyuni. Doch wir sind ja nur einmal hier, also los! Schon bald sehen wir nur noch weiss, die Umrisse der anderen Fahrzeuge verschwinden und wir befinden uns inmitten des grössten Salzees der Erde.

 

 

Nach einer Nacht in Potosí, mit über 4000m Höhe eine der höchstgelegenen Grossstädte der Welt, machen wir in Sucre, der Hauptstadt Boliviens, ein paar Tage Pause. Wir streifen durch den Markt, probieren uns durch das reiche Obstangebot und tauschen uns auf dem "Camping" mit anderen Reisenden aus.

 

Endlich wieder grün! Die Weiterreise nach Cochabamba führt uns durch Wälder, Schluchten und vorbei an kleinen Dörfern, wo die Leute draussen an der Sonne sitzen und Babyschweine über die Strasse spazieren.

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